Auf dem Wasserweg zur ostschottischen Hafenstadt Dundee befindet sich der Bell Rock, ein Felsen, der nur drei bis vier Stunden am Tag aus dem Wasser hervorragt und so zum Auslöser zahlreicher Schiffsunglücke wurde. Der Name weist darauf hin, dass schon in früheren Zeiten Mönche versucht hatten, mit einem auf dem Felsen errichteten Glockenturm die Schiffe zu warnen.

Erst im Jahre 1811 gelang es dem schottischen Ingenieur und Leuchtturmbauer Robert Stevenson – übrigens der Großvater des gleichnamigen Schriftstellers – in vierjähriger Bauzeit einen soliden, 35 Meter hohen Leuchtturm zu errichten. Der 1. Februar 2011 markiert den 200. Geburtstag des Bell Rock Lighthouse, des ältesten auf einem Felsen errichteten Leuchtturms der Welt und Meisterwerk der Ingenieurskunst.

Gegenüber des im Wasser stehenden Leutchtturms steht – in Arbroath – ebenfalls ein Museeum, in dem sich Besucher ebenfalls über das Sagen umwogende Seezeichen informieren können. Das Arbroath Signal Tower Museum steht genau gegenüber von Bell Rock und beinhaltet deswegen auch eine entsprechende Ausstellung.

Die Stevenson-Familie hat übrigens zahlreiche Leuchttürme an der Küste Schottlands gebaut – meisten sind sie an einem einmaligen Design (weiß mit gelb) zu erkennen. Im National Museum of Scotland findet anlässlich des Bell-Rock-Jubiläums noch bis einschließlich 3. April eine kostenlose Ausstellung zur Geschichte der schottischen Leuchttürme statt.

acw/VisitBritain

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