Zwölf der faszinierenden Beschützer der Seefahrt versprechen ab Juli 2015 auch besondere Urlaubsabenteuer entlang der irischen Küsten.

Der Urgroßvater der Leuchttürme Hook Head ist wahrscheinlich der älteste noch betriebene Leuchtturm der Welt. Er sitzt wie ein Heldenmonument auf einer Halbinsel im County Wexford, wo schon in normannischer Zeit die ersten Leuchtfeuer von Mönchen entzündet wurden. Seit dem 13. Jahrhundert ist Grand Old Hook dauerhaft im Dienst, seit 1810 in seiner jetzigen Form. Die Faszination der Leuchttürme geht gewiss von ihrer verwegenen Lage in zerklüfteten Höhen oder auf meerumtosten Landzungen aus, hat mit der Erfahrung der elementaren Naturgewalten zu tun und mit dem bewegendem Einsatz zwischen Rettungen und Routine, mit denen Leuchtturmwärter den Seeleuten seit Menschengedenken beistehen.

Jetzt hat die irische Initiative Great Lighthouses of Ireland ein gutes Dutzend dieser Wächter der Küsten gelistet. Acht davon bieten mit liebevoll restaurierten Wohnungen der ehemaligen Leuchtturmwärter romantische Unterkünfte in der herzhaft rauen und von den wunderbarsten Lichtphänomenen gefluteten Küstenlandschaft an. Andere hüten das maritime Erbe in Besucherzentren und sind zu wahren Ausflugsmagneten geworden.

Hier ist besonders Fanad Head auf einer Halbinsel in County Donegal zu nennen. Seine Anlage erweckt den Eindruck, als würde er über die Klippen tanzen und sein Leuchtfeuer bis zu 25 Kilometer aufs Meer hinaus schleudern. Er ist wunderbar restauriert und von einem ausgewiesenen Küstenwanderweg umgeben.

Zum Bewohnen bietet sich das bildhaft an der Kante der Welt auf der berühmten Causeway Coastal Route in Nordirland gelegene Blackhead Lighthouse an. Und der geschichtsträchtige Loop Head im Westen von County Clare liegt inmitten des Wild Atlantic Way. Vom Balkon des Leuchtturms kann man Wale, Delfine und Robben beobachten, und wer länger in der Meereslandschaft ausruhen möchte, kann das Lightkeepers Cottage mieten.

Über alle der nun zwölf als maritimes Erbe ausgewiesenen Touristenattraktionen der Great Lighthouses of Ireland aber wacht noch immer der wackere Hook. Auch ihn kann man besichtigen und eine eindrückliche Ahnung davon bekommen, welche lebenswichtige Rolle diese Flash-Dancer des Meeres auch in Zeiten der GPS-Navigation noch spielen. Ihre Leuchtfeuer, wenn auch computergesteuert, tanzen noch lange weiter über den Wellen des Atlantiks in die Nebel und Dunkelheit hinaus. Oder wie es ein alt gedienter Leuchtturmwärter einmal formulierte: „Das GPS kann versagen, einen Leuchtturm aber kriegst du nicht klein.“

acw/Tourism Irland

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.