Die Färöer-Inseln liegen abgelegen im Nordatlantik auf halbem Weg zwischen Island und Norwegen. Trotz Reisebeschränkungen haben Personen mit Fernweh nun die Möglichkeit, die Inseln mit Hilfe einer neuen interaktiven Anwendung vom eigenen Sofa aus zu erkunden.

Die Färöer-Inseln ermöglichen virtuellen Tourismus für Menschen auf der ganzen Welt mittels Smartphone, Tablet oder PC: Die neue interaktive Homepage ermöglicht es, die zerklüfteten Berge, Wasserfallkaskaden und traditionellen grasgedeckten Häuser aus nächster Nähe zu bestaunen – durch Live-Interaktion mit einem lokalen Einwohner, der ferngesteuert mit auf virtuelle Entdeckungstour geht.

Dazu werden Färinger mit einer Live-Videokamera ausgestattet, die es virtuellen Gästen erlaubt, deren direkte Perspektive einzunehmen. Mittels eines Joypads kann darüber hinaus kontrolliert werden, was und wie der Einwohner nun die Inseln erkundet: wandernd, rennend und springend– wie in einem Echtzeit-Computerspiel. Der Haupt-Spieler kann die Bewegungen des Färingers steuern, wobei die verschiedenen Orte nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Helikopter erkundet werden können, um aus der Vogelperspektive die steilen, grasbewachsenen Klippen, die 80.000 Schafe und die unverfälschte Wildheit der Färöer-Inseln zu erleben.

Die virtuellen Touren finden während des COVID-19-Lockdowns statt, der es Auswärtigen zur Zeit nicht erlaubt, ohne triftigen Grund die Inseln zu betreten. Das Team des Fremdenverkehrsamtes Visit Faroe Islands steht online und in Echtzeit bereit, um Fragen zu beantworten, zu inspirieren und Tipps zu geben, die nach Wiederöffnung der Inseln für Besucher in die Tat umgesetzt werden können. Der virtuelle Besuch der Färöer-Inseln ermöglicht es, den Regeln der sozialen Distanzierung für einen Moment zu entkommen und die Ferne zu schweifen.

Abgelegene Wanderwege, wilde Meerespanoramen, Aussichtspunkte und Wahrzeichen oder das kulturelle Zentrum der Hauptstadt Tórshavn in Echtzeit und ohne andere Besucher zu erkunden – es hat seine Vorteile virtueller Tourist zu sein. Insbesondere Gästen aus bevölkerungsreichen Ländern werden die 18 Inseln der Färöer mit ihren nur 50.000 Einwohnern ganz neue Freiheiten aufzeigen, denn hier ist es noch möglich, ursprüngliche Landschaften auf eigene Faust zu erkunden, und lediglich hier und da auf ein Schaf zu treffen.

„Die Färöer-Inseln sind stolz darauf, virtuelle Touristen willkommen zu heißen“, sagt Guðrið Højgaard, Director von Visit Faroe Islands. „Als die Reisebeschränkungen umfangreicher wurden, haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir denen, die ihre Färöer-Reise einstellen mussten und allen, die zu Hause festsitzen, die Möglichkeit geben, unsere Inselwelt zu erleben. Das Ergebnis ist diese neue Plattform, die es möglich macht, unsere wilden Landschaften zu erwandern, und ein Gefühl der Freiheit jenseits der eigenen vier Wände zu spüren. Wir glauben, dass unsere abgelegenen Inseln der perfekte Ort sind, Menschen im Lockdown zu inspirieren. Und natürlich hoffen wir, sie auch persönlich begrüßen zu können, sobald Reisen wieder möglich sind.“

Der ferngesteuerte Tourismus ist die neueste einer Reihe von innovativen Initiativen des Fremdenverkehrsamtes der Färöer-Inseln, um ihre abgelegene Heimat mit der Welt zu teilen – nach den Erfolge von Google Sheep View, wo Schafe die Inseln für Google Street View kartiert haben, sowie Faroe Islands Translate, bei dem einheimische Färinger in Echtzeit Sätze aus der ganzen Welt ins Färingische übersetzt haben. 

Die erste öffentliche Tour findet am Mittwoch, 15. April, um 15:00 Uhr deutscher Zeit statt. Jede Tour dauert eine Stunde. Um die Färöer-Inseln als virtueller Tourist zu besuchen, gehen Sie auf remote-tourism.com und klicken Sie auf „Join“. Teilnehmer können, je nach Länge der Warteschlange, 60 Sekunden das Joypad übernehmen. Alle Teilnehmer in der Warteschlange können die Tour live mitverfolgen

Ehrenberg/Soerensen für die Färöer Inseln

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