Die Probstei ist eine vielen Urlaubern vor allem wegen des Ostseebads Laboe bekannte Region im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Die Probstei wird im Norden von der Ostsee begrenzt, im Süden vom Selenter und Passader See, im Westen von der Hagener Au und im Osten von der Mühlenau. (Damit gehört Laboe übrigens „offiziell“ nicht mehr zur Probstei, wird aber als Gemeinde der Region geführt.) Was die Urlaubsregion so reizvoll macht, sind unter anderem die zahlreichen Strandabschnitte. Hier ein Überblick:

  1. LABOE
  2. AUKROOG
  3. STEIN
  4. WENDTORF
  5. BOTTSAND
  6. HEIDKATE
  7. KALIFORNIEN
  8. BRASILIEN
  9. SCHÖNBERGER STRAND
  10. STAKENDORFER STRAND

1. Laboe – Strand satt für alle

Am Strand des Ostseebads Laboe gibt es Beachlife für jeden: Abhängen im Strandkorb, sportlich auf dem Wasser oder am Volleyball-Feld, buddelnd im Sand, Wissen sammeln im U-Boot und im Ehrenmal oder ganz entspannt auf der Promenade spazierend. (Foto: Wimber)

In Laboe lockt der ein Kilometer lange Sandstrand und überwiegend flaches Ostseewasser. Der Strandabschnitt ist einer der vielseitigsten in der Probstei. Am Hafen beginnend reicht er bis hinter das Ehrenmal, wo sich am Naturerlebnisraum der Freistrand befindet. Der Sand ist fein, gepflegt und das flach abfallende Ufer mit wenig Steinen lockt vor allem Familien mit kleinen Kindern ins Wasser. Auf Höhe des U-Boots ist das Wasser hingegen so tief, dass hier Windsurfer ihre ersten Manöver üben können. Da die kleine Bucht am U-Boot gut geschützt und von flachen Sandbänken umgeben ist, tummeln sich im Sommer hier viele Fahranfänger und Kite-Schüler.

Am gepflegten und kurabgabepflichtigen Strand befinden sich in regelmäßigen Abständen Spielplätze, Eisdielen und Kioske (mit Strandkorbvermietung) sowie ein Beach-Volleyball-Feld; etwa in der Mitte des Strandes, nahe der Meerwasserschwimmhalle, hat die DLRG ihre Strandwacht-Station. 

Für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es einen barrierefreien Zugang (an der Lesehalle) und einen Strandrollstuhl. Dieser kann beim DRK-Ortsverein geliehen werden. 

Mehr Infos auf der Internetseite des Ostseebads sowie auf meinmeer.de.

2. Aukroog – Startpunkt für Kiter und Strandwanderer

Der kleine Strandabschnitt hinter dem Naturstrand von Laboe und vor der Steilküste Steins ist als Aukroog gekannt. Hier mündet die Hagener Au in die Kieler Außenförde. Er ist vor allem bei Kite-Surfern beliebt. (Foto: Wimber)

Viel Platz zum Parken finden Spaziergänger und Kite-Surfer am Strandabschnitt Aukroog nicht. Deshalb stellen viele Wassersportler ihre Fahrzeuge an windigen Tagen gerne am Straßenrand ab – seitdem muss man hier 50 fahren. Die meisten Strandgänger halten sich allerdings hier nicht lange auf. Familien mit Kindern findet man hier selten. Einige Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner hier toben – ist das Wasser mit Kitern bevölkert, ist das allerdings auch keine so gute Idee. Er dient vielen Spaziergängern aber als Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wanderung am Strand entlang – entweder bis zum Laboer Hafen oder bis zur Marina nach Wendtorf.

3. Stein – Kinderparadies mit Badeoption

Flacher geht’s nicht: Vor allem Familien mit kleinen Kindern verbringen ihre Zeit am Strand von Stein. Auch bei SUP-Sportlern ist das flache, ruhige Wasser beliebt. Wer baden will, nutzt den Badesteg als Einstieg in tieferes Wasser. (Foto: Wimber)

Stein ist vor allem bei Familien mit kleinen Kindern beliebt, da hier das Wasser besonders flach ist. Größere finden die weit ins Meer hineinreichende Bademole toll, von der aus es sich bequem zum Ponton schwimmen lässt. Wer es aktiver mag, kann hier surfen, SUPs ausleihen oder sich im Skimboarding probieren. Der bei Flachwasser breite Strand eignet sich super für Strandspiele oder zum Burgen bauen. Manchmal hinterlässt das Flachwasser Sandbänke, auf denen Familien sogar ihre Strandmuscheln aufbauen und so ihre ganz eigene Privatinsel für einen Tag besitzen – oder bis das Wasser wieder steigt. Toiletten, ein Spielplatz und eine Boulebahn finden sich am Kurhaus. 

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite der Gemeinde Stein; 5 Gründe für einen Besuch in Stein findest du hier.

4. Marina Wendtorf – Naturnaher Geheimtipp

Eher Pfütze als Badeparadies: Der winzige Strand von Marina Wendtorf liegt in einer Bucht angrenzend den Strandabschnitt von Stein. (Foto: Wimber)

Zwei sandige Abschnitt liegen an der Einfahrt in den Hafen von Marina Wendtorf, die vor allem bei Familien und Jugendlichen beliebt sind. Im Sommer kann es hier – aufgrund des begrenzten Platzangebots schon mal eng werden – außerhalb der Saison ist der Bereich ein kleiner Geheimtipp. Allerdings muss man sich mit dem etwas brackigen Untergrund abfinden. Kunden können hier allerdings toll plantschen oder Muscheln sammeln. Die größeren nutzen die Brücke des Museumshafens Probstei gerne als Sprungbrett. Toiletten und Leckereien gibt es hier ebenfalls. Der ebenmäßige Belag des Deichs eignet sich übrigens hervorragend zum Inlinern – so gleichmäßigen Untergrund finden man sonst nirgendwo auf dem Küstenradweg.

Weitere Informationen zur Gemeinde Wendtorf gibt es hier.

5. Bottsand – Strand für Freunde der Freikörperkultur

Bottsand: Naturstrand mit FKK-Option. Weil er etwas abgelegen liegt, ist der Strand in der Saison oftmals weniger besucht. (Foto: Wimber)

Einer von zwei FKK-Stränden in der Probstei findet sich hier am Bottsand, dem Strandabschnitt hinter dem gleichnamigen Naturschutzgebiet nordöstlich von Wendtorf. Eine weitläufige Dünenlandschaft schirmt den Bereich zum Großteil vom Wanderweg ab. So brauchen Freunde der Freikörperkultur sich nicht um neugierige Blicke zu scheren. Auch Familien mit Kindern – vor allem, wenn sie Urlaub auf den angrenzenden Campingplätzen machen – halten sich hier gerne auf. Wassersport ist hier nämlich nicht erlaubt, sodass die Kinder ungefährdet im Wasser spielen können. Zudem finden sich an diesem Naturstrand zahlreiche Steine, die sich wunderbar zum Ditschen oder Behalten eignen.

6. Heidkate – eierlegende Wollmilchsau

Heidkate ist sowohl bei Wassersportlern aller Art, als auch bei Familien und Hundebesitzern beleibt. (Foto: Wimber)

Heidkate zeichnet sich durch einen vier Kilometer langen, kurabgabefreien Naturstrand mit zahlreichen Buhnen aus. Diese Buchten sind ideal für Schwimmring-Dümpler und Träger des Seepferdchen-Abzeichens. Unterhalb des Leuchtturms kannst du surfen lernen (Buhne 4/5) und gleich daneben (Buhne 2/3) befindet sich der Hundestrand. Richtig wenig los ist an an Buhne 1/2 gleich an der Wendtorfer Schleuse, da der Strandabschnitt relativ weit entfernt von den Parkplätzen befindet (kostenpflichtig). Auf Höhe des Leuchtturm gibt es Toiletten und einen gut bestückten Imbisswagen. Auf Höhe des Restaurants Deichterrassen wacht die DLRG, auch hier findet sich eine Toilette. Die ist allerdings einen winzigen Fußmarsch vom Strand im DLRG-Haus entfernt – also ausreicht Zeit einplanen.

Hier findet ihr einen detaillierten Überblick über den Strandabschnitt.

7. Kalifornien – Fast so schön wie in den USA

Alles im Blick: Die Rettungsschwimmer der DLRG wachen über die Badenden. (Foto: Wimber)

Auch in Kalifornien (an Holm angeschlossen) können Urlauber und Einheimische sich an feinem, kurabgabepflichtigem Sandstrand erfreuen. Strandkörbe bringen Schatten, für Freunde des FKK ist ebenfalls Platz — ebenso wie für Vierbeiner und ihre Besitzer. Wenn die Kinder vom Baden in den von Buhnen geschützten Buchten genug haben, können sie auf den Spielplätzen Abwechslung finden. Ansonsten bietet die Wassersportschule Surfkurse oder eine Fahrt auf der Banane an. Am nahe liegenden Campingplatz gibt’s einen Kiosk sowie Toiletten.

Wie ein Tag in Kalifornien aussehen kann, lest ihr hier.

8. Brasilien – Chillen am Strand

An kühlen Sommertage leer, ansonsten beliebt bei Wassersportlern und Hundebesitzern: Brasilien an der Ostsee. (Foto: Wimber)

Die Dünenlandschaft des Deiches als natürlicher Windschutz bietet auch in Brasilien kuschelige Rückzugsorte in Form von sandigen Plätzen. Besucher des feinsandigen Strandes müssen keine Kurabgabe zahlen; Parkplätze kosten allerdings und sind am Mittelstrand zu finden. Ansonsten steht hier ein tolles Freizeitangebot mit einer Wassersportschule und der Möglichkeit zum Beachvolleyball und Beachsoccer spielen zur Verfügung. Unter den Palmen und Sonnenschutzzelten der Surfschule kann man übrigens auch wunderbar chillen und Kaffee oder gekühlte Getränke genießen. Hunde sind an einigen Abschnitten ebenfalls willkommen. Wer Schutz vor dem Ostseewind braucht, kann sich Strandkörbe mieten.

9. Schönberger Strand – Seebrücke und Sandstrand

Die Seebrücke ist der ganze Stolz des Ostseebads Schönberg. (Foto: Wimber)

Neben Laboe zählt der Schönberger Strand zu den am besten ausgestatteten Ostseeregionen in der Probstei. Hinterm Deich des Kurstrandes kann der Hunger mit Fischbrötchen, Döner oder Pommes gestillt werden. Am Strand stehen Strandkörbe; Spielpätze und ein Hundestrand sorgen für Sommervergnügen für jedermann. Die DLRG überwacht die Badenden. Wer es etwas sportlicher mag, kann Tretboote – sogar mit Rutsche – an der Surfschule ausleihen und hier natürlich auch Windsurfen lernen. Beliebt ist auch der Fahrradverleih hinterm Deich, der auch Riesen-Kettcars im Bestand hat.

Im Sommer finden hier oft Veranstaltungen wie das Fest an der 260 Meter langen Seebrücke statt.

Was Schönberger Strand alles zu bieten hat, lest ihr hier.

10. Stakendorfer Strand – Natur pur

Danach ist aber wirklich Schluss: Der Stakendorfer Strand bildet den letzten Strandabschnitt der Probstei, an den sich ein Naturschutzgebiet anschließt. (Foto: Wimber)

Dort wo die Fischerhütten stehen, in denen es in der Saison leckere Fischbrötchen und -gerichte zu kaufen gibt, beginnt der Stakendorfer Strand, der weitgehend naturbelassen ist. Im Sommer bietet er besonders viel Platz, da er am weitesten von den Parkplätzen entfernt liegt und zudem von Dünenlandschaften dominiert wird, was viele Strandbesucher abstößt. Deshalb kann man hier besonders erholsam beachen. Toiletten und einen Kiosk gibt es zur Not auf dem naheliegen Campingplatz. Wer Bewegung braucht, kann von hier weiter bis nach Hohenfeld marschieren – strandseitig dauert das ungefähr eine Stunde. Mit dem Rad muss man erst das Naturschutzgebiet umfahren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.